Montag, 14. April 2014

Teil 39



Ich brauche etwas zu trinken. Da ich nur Piccolos und Bier bei mir habe fahre ich Richtung BP zum Griechen. Am Ende der Marien biege ich rechts ab und im Tal wieder rechts Richtung Stand. Als ich mich dem Stand nähere sehe ich wie Leute sowohl als auf dem Haupt, aber auch auf dem Reservestand stehen und mir zuwinken. Ich winke zurück und sehe in deren verwirrte Gesichter als ich langsam vorbeifahre und links in den Viktualienmarkt abbiege. Dort erinnere ich mich an zweierlei Dinge: Den Stress den ich Stunden vorher mit den Fahrgästen hatte und dass ich hier letzten Sommer mit Sophie über dem Markt schlenderte und wir uns frisches Obst und Gemüse kauften und sie mir später zu hause etwas afrikanisches kochte das viel Gemüse beinhaltete und recht scharf war. Scharf war Sophie auch, aber mein Magen fand das Essen nicht so toll und rebellierte. Ich verbrachte die ganze Nacht wach und rannte öfters aufs Klo. Das fand Sophie nicht witzig, aber irgendwann schlief sie ein und ließ mich mit meinem aufgeblähten Magen allein.
»Sendlinger! Papa Schmid! Rosental! Rindermarkt!«
Oha! Wenn er so viele Stände ruft muss es eine gute Fahrt sein. Ich schnappe mir das Mikro und warte auf die Freigabe.
»Viktualienmarkt! Färbergraben! Für Sendlinger!«
Sendlinger? Um die Uhrzeit? Wahrscheinlich eine der Kneipen und keiner will es fahren, deswegen meldet sich auch keiner.
»Für Sendlinger! Will’s jemand haben? Ist keiner in der Nähe?«
»980 ist am Oberanger, Stadtmuseum!«
»980, Sendlinger 31, Gruber!«
»31, Gruber, Danke!«
Verdammt jetzt wird’s wieder nichts mit der Erfrischung! Wo könnte die 31 denn sein? Da die Sendlinger aus dem Zentrum in Richtung Süden geht, müsste die Nummer im unteren Bereich liegen. Bloß wie viele Nummern hat die Straße? Einbahnstraße nach Norden, Nummern die nach Süden gehen, verwirrend das Ganze. Ich fahre am besten über die Herzog-Wilhelm rein, da kann ich nichts falsch machen. Ich nehme die Taschenlampe raus und fahre langsam durch die enge und total verschneite Straße auf der Suche nach der Hausnummer. 37, 35, 29, 27. Was? Da fehlen ja zwei Nummern! Was ist hier los? Gibt es die 31 nicht? Ich fahre im Rückwärtsgang zurück um zu sehen ob ich mich versehen habe. Nein, Tatsächlich, es springt von der 35 auf die 29. Ich halte an und frage auf K4 ob die wissen wo die Nummer sich befindet. Als ich auf die Rückmeldung warte, kommen von hinten ein paar Autos die Straße rein gefahren. Auch das noch! Ich fahre geradeaus um nicht den Verkehr zu blockieren während ich auf die Antwort der Zentrale warte. Am Sendlingerstand stehen jetzt ein paar Leute die mir zuwinken als ich vorbeifahre. Verflucht wie ich so etwas hasse! Während das Geschäft überall brummt und die Leute wie verrückt winken spiele ich das alte such-den-Fahrgast-Spiel! Der Hauptgewinn ist Wahlweise ein Blitz oder eine Kurzfahrt.
Die Zentrale meldet sich endlich als ich mit der großen Runde fast fertig bin und gerade von der Herzog-Wilhelm zum zweiten Mal in die Sendlinger abbiege.
»980?«
»980 auf 4!«
»Eingang befindet sich in der Schmid, gegenüber der 33.«
»Schmid? Danke vielmals!«
Also biege ich in die Schmid rechts ab und sehe den unscheinbaren Eingang auf der linken Seite, gleich nach der Vitrine des Geschäfts auf der Sendlinger. Direkt vor der Tür ist eine Parklücke in der ich rein fahre. Ich steige aus und trete in den tiefen Schnee. Jetzt regt mich gar nichts mehr auf. Ich strecke mich aus, schließe die Augen und inhaliere die kühle Luft. Ich atme aus und wieder ein. Dann gehe ich zur Tür und suche den Namen. Ganz oben finde ich ihn. Klingle und warte. Klingle noch mal und warte. Auch das noch! Nummer schwer zu finden und jetzt auch noch ein Blitz. Als ich mich umdrehe und im Begriff bin zurück zum Auto zu gehen um zu reklamieren, höre ich hinter mir jemanden „Hallo?“ aus der Gegensprechanlage fragen. Ich springe zurück zum Hauseingang und antworte:
»Guten Abend! Das bestellte Taxi wäre jetzt hier.«
Eine weibliche Stimme meldet sich und sagt dass sie noch ein wenig brauchen, ich solle ruhig die Uhr einschalten und rauf kommen. Raufgehen? Ich sage ich warte lieber unten, so wie die Hunde die vor dem Supermarkt auf ihr Herrchen warten, werde ich auf meine Fahrgäste warten. Die weibliche Stimme aber beharrt darauf dass ich die Uhr einschalte und rauf gehe. Ich gebe nach und mache was sie verlangt. Schalte das Taxameter ein und gehe ins Haus und fahre mit dem Fahrstuhl bis ganz nach oben. Ich klingle an der Tür und nach ein paar Sekunden steht eine äußerst süße und junge barfüssige Dame im Bademantel vor mir. Ein süßlicher Geruch dringt nach draußen. Riecht irgendwie nach Nelkenzigaretten, Marihuana oder was ähnlichem. Im Hintergrund ist Musik zu hören. House um genau zu sein.
Mit einem breiten Lächeln im Gesicht sage ich:
»Servus! Ich bin der Fahrer. Ich wurde noch nie so sexy empfangen! Ich hoffe Sie gehen gerade duschen und ich darf hoffentlich beim einseifen behilflich sein…«
Sie mustert mich von oben bis unten und sagt: »Du bist aber ein fescher! Und ein lustiger auch noch! Komm rein!«
Sie schnappt sich meine Hand, zieht mich rein und schließt die Tür hinter mir ab.
»Ich bin die Eva« sagt sie.
»Sehr erfreut, Adam!« sage ich und lächle spitzbübisch.
»Klar!« sagt sie und geht weiter.
Wir gehen einen langen Gang entlang und biegen am Ende rechts ins Wohnzimmer ab. Dort steht quer vor mir ein großer dunkelbrauner Esszimmertisch mit altmodischen Stühlen die eine sehr hohe Rückenlehne haben. Der Tisch ist mit Essen gedeckt. Besser gesagt, was davon übrig geblieben ist. Es befinden sich auch einige Flaschen auf dem Tisch. Ich erkenne Wein, Champagner und Hochprozentiges. Ein paar junge Leute, alle Mitte bis Ende zwanzig sitzen am rechten Ende des Tisches und unterhalten sich. Direkt hinter dem Tisch ist eine sehr große Balkontür von der man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hat. Ich werde den Leuten vorgestellt und Eva bringt mich zum Tisch und bietet mir an mich zu setzen. Sie geht nach links. Ich schaue ihr hinterher und sehe wie acht oder neun Personen sich im linken Bereich des Raumes befinden, auf der Wand neben der Balkontür hängt ein Flachbildfernseher der irgendwelche Clips spielt, davor hüpft und tanzt eine leicht bekleidete junge Frau und der Rest der Truppe befindet sich direkt dahinter und feiert … eine Orgie! Ich sehe wohl nicht recht! Eine Orgie! Eva hat ihren Bademantel in eine Ecke geworfen und steht jetzt nackt, wie Gott sie schuf, vor mir. Am linken Ende des Tisches liegen neben diversen Flaschen Bier, Wein und Hochprozentigem, Koks und Gras ausgebreitet. Ich gucke leicht verstört weil ich nicht damit gerechnet habe in eine Orgie reinzuplatzen. Zumal ein Teil der Leute bekleidet ist und sich ganz normal unterhält als würde nichts geschehen. Ich wende mich den sitzenden Leuten zu und beantworte die Fragen die mir gestellt werden. Ein paar Minuten später kommt Eva und umarmt mich von hinten. Lässt ihre Arme langsam nach unten gleiten, kommt dann langsam von der Seite nach vorne und zieht mir den Mantel aus und legt ihn über die Lehne eines Stuhls. Nackt wie Gott sie schuf steht sie vor mir und ich blicke direkt auf ihre Brüste. Sie spielt mit dem Zipfel meiner Nikolausmütze und lächelt spitz. Dann zieht sie mir auch mein Jackett aus und legt auch das über die Rückenlehne. Sie geht an die Knöpfe des Hemdes, öffnet zwei, während ich ihr tief in die Augen blicke, beugt sie sich leicht zu mir nach unten und küsst mich. Dann drückt sie mir meinen Kopf auf ihre Brust sodass ich meine Nase zwischen den beiden Brüsten versenke, tief einatme, ihren Duft beschnuppere und anfange sie zu liebkosen. Sie hebt ihr linkes Bein und platziert es auf meinem Oberschenkel, dabei streichelt sie mir über den Rücken. Sie nimmt ihr Bein wieder runter und setzt sich auf meinem Schoß. Jetzt öffnet sie auch die restlichen Knöpfe meines Hemdes. Von rechts werde ich nach meinem Alter gefragt und ob ich Student sei. Bizarr! Ich habe ein Mädel auf dem Schoß das vor Geilheit trieft und zerplatzt und die Anderen sitzen einfach so teilnahmslos daneben und stellen mir dumme Fragen. Haben die einen Vogel? Sind die nicht ganz dicht? Nicht alle Tassen im Schrank? Eva küsst und leckt jetzt meinen Oberkörper und streichelt mich an den Armen und Rücken, fährt mit ihren Fingern über meine Brust, steht wieder auf, kniet sich nieder und öffnet mir den Hosenbund und den Reisverschluss der Hose, streift mir die Hose runter und zieht mir auch Schuhe und Socken aus und wirft sie nach links zur Wand. Dann geht sie an meine Boxershorts und zieht sie runter bis zu den Knien, hält inne für einen kurzen Moment, starrt mir in die Schamgegend und fragt:
»Wo ist Deine Wolle?«
Diese Frage erinnert mich an eine Geschichte die mir eine türkische Arbeitskollegin bei Siemens mal erzählte. Einer der Meister war lange Zeit scharf auf sie und er gefiel ihr auch. Als sie dann im Bett landeten, schaute der deutsche Vorgesetze auf die rasierte orientalische Muschi und stellte die Frage nach der Wolle.
Ich antworte mit Bürgüls Worten:
»Willst Du stricken oder ficken?«
»Dass Männer sich unten rum trimmen war mir bekannt, aber ein ganz rasierter ist mir nie zu Gesicht gekommen.«
»Stört’s Dich?«
»Ganz im Gegenteil!« antwortet sie, lächelt dabei zucker-süß und zieht mir die Shorts ganz aus. Ich sitze nackt da, bekleidet nur mit der Nikolausmütze und starre gebannt auf Eva und frage mich was sie wohl als nächstes tun wird. Sie ist immer noch kniend vor mir, sieht zu mir rauf, fährt langsam mit ihren Händen meine Beine hoch, spreizt sie mir auseinander, liebkost sie von unten nach oben und kurz vor meinem prallen Zauberstab bleibt sie stehen. Schaut ihn sich kurz an und nimmt ihn in den Mund und bläst mir ganz langsam einen und macht mich total verrückt. Ich schließe die Augen, lehne mich zurück, genieße es langsam gelutscht zu werden, lege meine Hände auf ihren Kopf und versuche das Tempo mitzubestimmen.
»Hast Du eine Freundin? Was Studierst Du?« höre ich von der Seite eine Stimme fragen.
»Ha?« frage ich und öffne die Augen. Spinnen die? Haben die nichts Besseres zu tun als dämliche Fragen zu stellen? Die sollen an der Orgie teilnehmen, verdammt!
»Du hast uns immer noch nicht gesagt was und ob Du studierst! Hast Du eine Freundin?«
»Ich, eh, bin Studeeeeeeent, in Hull, Eeeeglaaaadddddd, und studiere Skandinavisssssssstikkkkkk. Freundin ha-ha-habe ich keine!«
Eva bewegt sich immer schneller, lutscht immer schneller und macht mich wahnsinnig scharf. Ich bin kurz davor zu kommen als eine männliche Stimme fragt:
»Skandinavistik? Echt? Was kann man damit anfangen?«
Eva hört auf meine Wünschelrute zu lutschen und macht sich an die Eier ran. Sie saugt und beist und leckt und mit der einen Hand spielt sie an meinem Penis rum.
»Ich weiß nicht was man damit anfangen kann. Es ist mir auch egal um ehrlich zu sein. Ich studiere es weil es mir Spaß macht und weil es mich interessiert, nicht weil ich damit Karriere machen oder womöglich nach Skandinavien auswandern möchte!«
»Ja aber an Deine Zukunft musst Du auch denken!«
Eva verdreht die Augen. Hört auf an meinen Eiern zu saugen, steht auf, zieht mich an der Hand und ich stehe auf. Sie stößt mich auf dem Boden und fordert mich auf mich auf das Parkett hinzulegen. Gespannt erwarte ich was jetzt passieren wird. Sie steigt über mir aber mit der Muschi über meinem Kopf und macht sich wieder zwischen meine Beine zu schaffen. Ich mache es ihr gleich und lecke und sauge an ihrer Möse und trinke ihren Saft und ab und zu schaue ich zu der Gruppe die am Tisch sitzt und beobachte was sie macht. Die Leute haben sich von uns abgewandt und sind in einer Diskussion vertieft. Ich küsse und streichle ihr auch den süßen Popo und die Beine und vertiefe mich in ihre Möse. Sie saugt mittlerweile wie wild an meinen Penis und ich sehe mich kurz vor den Höhepunkt. Mit leiser Stimme künde ich an dass ich komme, aber Eva denkt gar nicht daran aufzuhören. Sie lutscht immer weiter, immer wilder, immer schneller. Ich zerplatze und mein Saft schießt in ihre warme Mundhöhle und sie macht immer noch keine Anstallten aufzuhören, was für ein geiles Gefühl! Sie schluckt meinen Saft runter und saugt immer noch weiter. Ich erschlaffe nicht mal. Kurze Zeit später hört sie auf und steht auf. Sie zieht mich an der Hand und hilft mir beim Aufstehen, lässt meine Hand aber nicht los und führt mich zu den anderen. Eine andere junge Frau kommt zu mir, streichelt mir die Pobacken, dreht sich zu mir um, nimmt ein Tuch und verbindet mir damit die Augen. Dann werde ich von den beiden zu einem Sofa geführt und werde hingesetzt. Eine der Beiden küsst mich während eine Hand an meinem Penis rumfummelt und andere Hände meinen ganzen Körper streicheln. Ich werde auf dem Sofa hingelegt, spüre das kalte Leder unter mir und merke wie eine der Frauen auf mein Becken steigt, mir ein Kondom überstülpt und sich den Penis einführt. Die Andere setzt sich auf mein Gesicht und ich lecke automatisch ihre Muschi. Nach einer Weile steht die Frau die auf mein Gesicht sitzt auf und geht. Die die auf meinem Becken reitet nimmt mir die Augenbinde runter und blickt mir tief in die Augen. Es ist nicht Eva. Es ist eine Brünette mit kastanienbraunen Augen, glatten langen Haaren, sanften Lippen, leichten Bauchansatz und einen sehr süßem Lächeln. Sie bückt sich und küsst mich auf dem Mund. Dabei streichelt sie mir über die Brust. Sie geht mit ihrer Zunge an der Wange entlang Richtung Hals und fährt dann Richtung Ohr. Sie beist und leckt und saugt. Als sie am Ohr ankommt flüstert sie mir zu:
»Schlag mich!«
»Was?«
»Schlag mich! Schlag zu!«
»Bist Du bescheuert?« frage ich empört. »Ich bin Pazifist und schlage keinen. Frauen schon gar nicht! «
Nun wechselt sie die Stellung. Sie erhebt ihren Oberkörper ganz und setzt sich auf mein Becken.
»Wie soll ich Dich schlagen? Wo soll ich Dich schlagen und warum überhaupt?« frage ich.
Noch bevor ich meine Fragen zu ende stellen kann kriege ich von ihr einen Faustschlag ins Gesicht.
»Aua! Das ist aber nicht die feine Engl…«
„Klatsch Klatsch!“ höre ich es machen und sehe wieder Sterne. Zwei Ohrfeigen, eine links, eine rechts folgen dem Faustschlag. Ich schüttele den Kopf und versuche zu mir zu kommen als ein Peitschenhieb und ein Pistolenschuss durch den Raum gehen. Ich drehe den Kopf in Richtung Fernseher und schaue zu den Anderen. Ich sehe nichts Besonderes und kann mir nicht ausmalen woher der Peitschenhieb und der Schuss kamen. Da geht ein Zweiter Peitschenhieb durch den Raum. Ich hebe meinen Oberkörper um zu sehen was da los ist und sehe wie eine der Frauen in ein Cowboykostüm geschlüpft ist. Cowboykostüm ist leicht übertrieben. Alles was sie anhat ist ein Cowboyhut, eine Weste, ein Pistolenhalfter, darunter ist sie nackt. In der einen Hand hält sie eine Peitsche und in der Anderen eine Pistole. Ist ja wild! Sind die alle stoned? Betrunken? Wird hier ein Porno gedreht? Bin ich in eine Produktion reingeplatzt? Was soll das ganze? Alles erscheint irreal, wie im Traum, fernab der Wirklichkeit und Realität. In erwarte dass ich jeden Moment aufwache und in meinen Bett liege. Jemand soll mich zwicken damit ich sehe ob ich träume oder nicht. Passiert das alles wirklich? Sind es meine Wunschträume? Feuchte Träume? Etwas dass ich gerne mal erleben würde? Kommen diese Phantasien vom zu vielen Fernsehkonsum? Ist es ein Déjà Vu?
»Ich habe Dir nicht erlaubt aufzustehen!« brüllt mich die Frau auf meinem Schoss an und verpasst mir einen weiteren Faustschlag ins Gesicht sodass ich zurück aufs Sofa falle. Die Frau im Cowboykostüm geht durch die Leute und peitscht wild und wahllos vor sich hin.
Jetzt reicht es mir aber. Ich scheuere der Kleinen eine links und eine rechts, zwicke sie in den Bauch, sie bleibt kurz regungslos, lächelt auf einmal und sagt:
»Hit me baby one more time! Wie Britney Spears mal sang! Schlag noch mal zu baby! Hast Du keine Kraft? Hast Du heute nichts gegessen?«
Ich versetze ihr einen Faustschlag in den Bauch und zwei schallende Ohrfeigen hinterher. Sie wirft sich nach hinten auf das Sofa, greift mit ihrem Arm in einer Schachtel die am Boden halb unterm Sofa liegt und holt ein Set Handschellen heraus. Dann greift sie noch mal rein und es kommt eine Peitsche zum Vorschein.
»Fessle mich und peitsch mich aus!«
Oha! Davon habe ich immer schon geträumt. Ich lege ihr die Handschellen an und binde sie so mit der Armlehne des Sofas dass ihre Arme nach oben sehen und sie sich nicht viel bewegen kann. Dann fange ich an langsam ihren ganzen Körper zu liebkosen, zu küssen und zu lecken. Vertiefe mich lange in ihre Muschi während meine Hände über ihren ganzen Körper wandern. Dann richte ich mich auf und nehme die Augenbinde und binde ihre Augen damit sie nicht sehen kann was ich mache. Ich nehme die Peitsche und lasse sie langsam über den ganzen Körper gleiten ehe ich von ihr Gebrauch mache. Ich stehe kurz auf und peitsche zuerst auf die Beine. Ein – zwei – drei Mal. Sie verzieht jedes Mal das Gesicht und stöhnt dabei kurz. Ich gehe wieder zu ihr hin, drehe sie um sodass sie mit dem Hintern nach oben zeigt, gehe zwei Schritte zurück und peitsche wie wild auf sie los. Auf die Beine, auf dem Po, auf dem Rücken. Ungefähr ein dutzend Mal. Sie stöhnt bei jedem Hieb immer mehr, immer lauter. Ich werfe die Peitsche auf dem Boden, gehe zu ihr hin, sehe vorher was in der Kiste unter dem Sofa noch drin ist und entnehme einen Vibrator, Kondome und eine Gleitcreme. Ich lege die Sachen auf der Kante des Sofas, beuge mich über die junge Frau und lecke und streichle ihren Körper. Angefangen von den Füssen, über den Po und Rücken bis rauf in den Nacken. Das gefällt der Dame sehr und zuckt mit ihren Körper. Sie erhebt ihren Unterleib und spreizt die Beine leicht auseinander. Ich stülpe mir das Kondom über und führe meinen prallen Penis in sie hinein. Sie bewegt ihren Körper im Rhythmus der Musik auf und ab und stöhnt dabei leicht wahrnehmbar. Auf einmal kommt das Cowgirl zu uns und peitscht abwechselnd sie und mich auf den Rücken und auf meinen Oberkörper. Ein junger Mann mit einer Kerze gesellt sich dazu und lässt Kerzenwachs über den Rücken des Mädels tropfen. Sie stöhnt jetzt lauter vor Schmerzen und Lust. Das Cowgirl nimmt ihm die Kerze aus der Hand, löscht sie und stellt sie zur Seite. Gibt ihm die Peitsche worauf er anfängt uns drei damit zu behandeln. Das Cowgirl nimmt den Vibrator und führt ihn in sich ein und küsst mich gleichzeitig auf dem Mund. Kurze Zeit später nimmt sie den Vibrator aus ihrer Muschi, schnappt sich die Gleitcreme, verteilt sie über den Vibrator, kommt zu mir, streichelt über die Pobacken des Mädels mit dem ich gerade am Werkeln bin, gleitet mit dem Vibrator die Pofalte rauf und runter und führt ihm dem Mädel in den After ein. Das Muss ein Genuss für die Dame sein, es von hinten und von vorne besorgt zu bekommen. Der junge Mann geht zum ende des Sofas, zieht den Kopf der Frau an den Haaren nach oben und steckt ihr seinen steifen Penis in den Mund. Währenddessen kommt eine weitere junge Frau zu uns, schnappt sich die Peitsche vom jungen Mann und drischt wahllos auf uns zu.
In diesen Moment denke ich an gar nichts mehr. Ich lasse meine Gefühle und meine Gedanken freien Lauf, jetzt ist mir alles egal. Ob ich jetzt weiter arbeiten werde oder nicht, interessiert mich nicht, ob es draußen wie verrückt schneit ist mir auch Wurst, was jetzt Sophie macht, was sie denkt und wo sie sich befindet ist mir auch egal. Sämtliche Sorgen scheinen weit weg und wie weggeblasen zu sein. Ich höre der Musik, dem Stöhnen und dem Peitschen zu. Ich gebe mich der grenzenlosen Leidenschaft und Geilheit hin. Von so einer wilden Orgie habe ich schon immer geträumt. Viele Leute, keine Tabus, jeder treibt es mit jedem, alles ist erlaubt, es wurde an alles gedacht, Spielzeug, Speis und Trank und Koks. Ich öffne die Augen und mein Blick wandert durch den Raum. Überall geben sich die Leute hingebungsvoll der Leidenschaft und der Lust hin und scheinen sehr vertieft zu sein in dem was sie machen. Dazu die pochenden Beats, die schrillen Farben aus dem Fernseher, die helle Nacht draußen die durch die großen Fenster und Balkontüren viel Licht in den Raum werfen, die Gruppe von Leuten die immer noch am ende des Tisches sitzt und sich angeregt unterhält. All das vermischt mit den verschiedenen Gerüchen wie Rauch, Marihuana, Alkohol, Räucherstäbchen, Körperflüssigkeiten. Ich bewege mich im Rhythmus der Musik, im Rhythmus den die Anderen vorgeben, küsse und werde geküsst, lecke und werde geleckt, bekomme Peitschenhiebe am ganzen Körper, spüre den Schmerz, sehe wie meine Haut langsam rot wird und werde immer geiler. Es treibt mich immer mehr an. Ich lasse meinen Gedanken freien Lauf, frei wie die freien Radikalen, eigentlich denke ich an gar nichts mehr, ich schließe ab und zu die Augen und bewege mich mechanisch zu den Klängen der Musik, vor und zurück, vor und zurück, Hände die meinen Popo streicheln, Hände die über meinen Rücken gleiten, Peitschenhiebe auf meiner Brust, und eine nackte Frau vor mir liegend die jemanden einen bläst, es von mir und einem Vibrator besorgt bekommt, Kerzenwachs das auf ihren Rücken tröpfelt und sie vor Lust laut stöhnt.
Auf einmal ertönen Klänge und Text eines Liedes in meinem Kopf. Zuerst kann ich die Melodie nicht einordnen und der Text ist auch bruchstückhaft da, aber dann realisiere ich um welches Lied es sich handelt.

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten,
sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen
Mit Pulver und Blei,
die Gedanken sind frei.

Mann ist das herrlich! Ich lächle vor Geilheit und Zufriedenheit vor mich hin und bewege mich weiter zu den Klängen in meinem Kopf.

Ich denke was ich will und was mich beglücket,
doch alles in der Still’ und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren kann niemand mir Wehren,
es bleibt dabei: die Gedanken sind frei!”

So geht es eine Zeitlang weiter. Eva kommt mit einem anderen jungen Mann, zieht mich zurück, stellt ihn an meine Position, geht mit mir zum Sessel direkt neben dem Sofa, schubst mich sodass ich auf dem Sessel falle und mich hinsetze, sie setzt sich auf meinem Schoß mit dem Rücken zu mir, fischt mit ihren Fingern meinen Zauberstab und führt ihn in sich hinein. Ich fasse ihr an die Taille und den Hintern und sie bewegt sich auf und ab. Nach ein paar Minuten komme ich. Sie steht auf, geht zu den Anderen und lässt mich total erschöpft auf dem Sessel zurück. Ich habe Durst, habe aber nicht die Kraft aufzustehen. Ich sehe wie die Flaschen auf dem Tisch gegenüber mir zulächeln, kann aber nicht aufstehen. Ich fühle mich müde, ermattet. Eine der jungen Frauen die am anderen Ende des Tisches sitzt sieht zu mir rüber und merkt wie ich auf die Flaschen starre. Sie steht auf, nimmt eine Flasche Mineralwasser und bringt sie mir.
»Hast Du Durst mein Lieber?« flüstert sie mir zu und streichelt sanft meinen Nacken.
»Ja und wie!« erwidere ich und sehe ihr dabei zu wie sie die Flasche hebt und einen tiefen Schluckt nimmt. Hat sie sie nicht mehr alle? Will sie mich quälen? Warum macht sie das? Nach einem tiefen Schluck senkt sie die Flasche lächelt mir zu, schwenkt sie vor mein Gesicht ein paar Mal hin und her, hebt sie wieder und nimmt einen Schluck. Dann beugt sie sich zu mir, visiert meine Lippen an, ich küsse sie instinktiv, wir öffnen beide unsere Münder und setzen zu einem Zungenkuss an, doch anstatt ihrer Zunge schießt mir das Mineralwasser in den Rachen. Was für eine Erfrischung! Wir küssen uns eine Weile ehe sie ihren Kopf zurückzieht und mir tief in die Augen blickt. Dann hebt sie die Flasche und führt sie mir schließlich an den Mund. Ich trinke fast die Flasche leer. Soviel Durst habe ich. Sie nimmt sie mir ab und stellt sie auf dem Boden. Sie schaut wieder in die Augen und wir beginnen uns zu küssen. Sie streichelt mir über die Brust und ich versuche sie langsam auszuziehen. Als ich den letzten Knopf ihrer Bluse aufknöpfe höre ich eine männliche Stimme fragen:
»Bist Du der Taxifahrer?«
»Wer will das wissen?«
»Bist Du es oder nicht?«
»Je nachdem was Du von ihn haben willst.«
Die junge Frau auf meinem Schoß verdreht die Augen und will ihn wegschicken.
»Ich bin einer der Fahrgäste und wir möchten jetzt gehen.«
»Schade! Gib mir zwei Minuten um mich anzuziehen. Trommle mal den Rest zusammen.«
»Entschuldige Süße, die Pflicht ruft« sage ich zu der Dame auf meinem Schoß und schubse sie leicht damit sie Aufsteht. Der junge Mann geht hinüber zu den Anderen die immer noch eine Orgie auf dem Sofa feiern und spricht mit ein paar von denen und geht dann zurück zum Tisch wo die angezogene Gruppe sitzt. Ich stehe auf, ziehe mich an, gehe aufs Klo, schaue auch in den Spiegel und sehe einen total fertigen aber glücklichen Typen, komme zurück und gehe zum Tisch wo jetzt die Meisten versammelt sind. Vier Personen, darunter Eva, stehen auf. Ich packe noch meinen Mantel, ziehe ihn an und folge den Leute hinaus. Im Fahrstuhl streiten sich die Vier wohin es jetzt gehen soll.
»Ich möchte ins Skyline!« sagt einer.
»Ich möchte in den Kunstpark!« ein anderer.
»Warum fahren wir nicht in die Maxsuite?« fragt ein Dritter.
»Warum fahren wir nicht ins Pacha?« fragt Eva.
»Was schlägst Du denn vor wohin wir gehen könnten?« werde ich gefragt.
»Mei, ihr lässt mich besser da raus. Mit zwei der Kandidaten kann ich nichts anfangen und außerdem wenn ich Euch wohin fahre und es gefällt Euch nicht bin ich an Allem schuld. Nee nee, das macht ihr unter Euch aus. Aber da zwei von Euch zum Maximiliansplatz möchten, kann ich Euch dahin fahren und ihr sucht Euch dort eine Lokalität aus. Es gibt ja eine breite Auswahl.«
»Gute Idee Kutscher! So machen wir es!« sagt einer der Jungs.
Als wir ins Taxi steigen fällt mein Blick sofort aufs Taxameter das 22,30 Euro zeigt. Nicht nur mein Blickt fällt darauf, sondern auch der aller Anderen.
»Du, Kumpel, warum zeigt die Uhr soviel an?« werde ich von hinten gefragt.
»Beschwerden bitte an Eva richten!« sage ich und zeige demonstrativ mit dem Finger auf ihr. »Es war ihr Wunsch die Uhr laufen zu lassen.«
Ich fahre los und biege in den Oberanger rechts ab. Mann! Eine Stunde war ich jetzt oben bei denen, habe gepoppt wie ein Weltmeister und werde auch noch dafür bezahlt! Die Leute streiten sich wer den Fahrpreis bezahlen soll. Sie alle gehen auf Eva los, wie um alles in der Welt sie auf so eine hirnrissige Idee kam und dass sie jetzt auf keinen Fall die Summe durch vier teilen werden. Da es im Auto kalt ist schalte ich die Heizung auf höchste Stufe und schalte dazu das Funkgerät und das Radio an. Der Funker schreit sich immer noch die Seele aus dem Leib und versucht die Aufträge an den Mann zu bringen. Wahnsinn! Um die Uhrzeit herrscht immer noch reger Funkbetrieb. Normalerweise ist es ruhiger, d.h. es gibt schon viel zu tun aber es sind vermehrt Aufhalter und Einsteiger mit denen wir das Geschäft machen. Ab und zu geht hier und da das Schwammerl und auf dem Äther ist es ruhig. Die meisten Leute sind in irgendwelche Nachtlokale und gehen einfach auf die Straße und winken sich ein Taxi.
Wir erreichen den Stachus als die Vier einen Kompromiss vereinbaren. Die Fahrt wird durch vier geteilt, sie gehen ins „Pacha“ wo ein Freund von Eva an der Bar arbeitet und sie macht ihm schöne Augen damit sie umsonst trinken dürfen.
Ich fahre über dem Lenbachplatz am Wittelsbacherbrunnen vorbei, über die östliche Seite des Maximiliansplatzes, biege links in die Max-Joseph ein und wieder links auf die westliche Seite des Platzes und halte vorm Lokal an. Jemand von hinten gibt mir dreißig Euro und sagt dass es so stimmt. Eva und die andere junge Dame küssen mich zum Abschied und steigen aus. 

Zu kaufen gibt es das Buch hier: (öffnet im neuen Fenster) 

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